Ramana Maharshi, Zitate

Das Ich wirft die Illusion des "ich" ab und bleibt trotzdem als Ich übrig- das ist das Paradoxe an der Selbstverwirklichung.

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Besucher: »Soll ich mein Geschäft aufgeben und Bücher über Vedanta

lesen?«

Bhagavan: »Wenn die Objekte ein unabhängiges Dasein haben, d.h.

wenn sie irgendwo unabhängig von dir existieren, dann besteht die

Möglichkeit, dass du dich von ihnen abwendest. Aber sie existieren nicht unabhängig von dir. Sie verdanken dir und deinen Gedanken ihr Dasein. Wohin also könntest du gehen, um ihnen zu entfliehen? Was die Lektüre von Büchern über Vedanta betrifft: du magst so viele von ihnen lesen wie du willst. Sie können dir nur sagen: ›Erkenne das Selbst in dir.‹ Das

Selbst kann nicht in Büchern gefunden werden. Du musst es in dir

finden.«

16.3.1945

Tagebuch der Gespräche mit Ramana Maharshi:

Devaraja Mudaliar

„Der beste aller Wege, das Selbst zu erkennen, ist das Fragen: „Wer bin ich?“ Anhaltendes Fragen nach dem Wesen des Gemüts verwandelt dieses in das, worauf sich das „ich“ bezieht, und das ist letztlich das Selbst... Das Gemüt ist nichts anderes als ein Bündel von Regungen; so kann es nur zur Ruhe kommen durch das Fragen: „Wer bin ich?“

„Wer den Pfad der Erkenntnis geht, streift das ich von sich und nimmt seinen Stand im letzten Gewahrsein des Selbst.“

„Anfangs ist nichts ohne Anspannung möglich; kommst du tiefer, ist dir keine Anspannung möglich.“

„Es geschieht selten, dass einer sein wahres Wesen ohne die Gnade des Meisters erfährt; der Meister hilft kraft seiner Gnade dem Schüler, sich völlig im Meister zu verlieren, ihm gleich und eins zu werden.“

„Wer ist der Meister? Er ist letzten Endes das Selbst. Das Selbst offenbart sich als äußerer Meister entsprechend dem Entwicklungsstadium des Suchers.“

„Was ist Meditation? Das Vertreiben der Gedanken. Halte dich an einem fest, damit die anderen vertrieben werden.“

"Der Maßstab, mit dem der Fortschritt gemessen werden kann, ist das Ausmaß, in dem unerwünschte Gedanken fernbleiben und die Konzentration auf einen einzigen Gedanken gelingt.“